05 November 2007

Warum der Longdrink Longdrink heißt

Samstag abend. Vor dem Tresen stehen dreißig Menschen und warten. Hinter dem Tresen stehen zwei überforderte Menschen und schneiden Limetten, verschütten Zucker, verirren sich zwischen Spirituosenflaschen. Man hätte gern ein Bier. Oder eine Cola oder Limonade oder Bionade oder sonstwas. Das wäre eine Sache von fünf Sekunden. Aber nein, alle anderen bestellen Cocktails, daher müssen die Menschen hinter dem Tresen Limetten schneiden und Zitronen zerhacken und Eis portionieren und Sachen zerstoßen. Man wartet zehn Minuten. Man wartet zwanzig Minuten. Irgendwann geht man einfach wieder dahin, wo man hergekommen ist, und denkt sich: Wäre doch mal eine nette Idee, so eine Cocktail-Schlange, wo sich all diejenigen anstellen müssen, die auch in selbstgebastelten Untergrundlokalen nicht ohne ihren Caipirinha leben können. Alle anderen kriegen dann im Handumdrehen ihr Normalgetränk, und alle sind bedient.

1 Kommentar:

Simon hat gesagt…

Volle Zustimmung! Nicht gegen Cocktails - aber wenn sie im Weg sind, sind sie im Weg.

 
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